Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Seit 2013 sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG auch psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu erfassen und zu bewerten. Der Gesetzgeber lässt dabei Art, Umfang und Methodik bewusst offen – die Komplexität des Themas erschwert vielen Unternehmen die praktische Umsetzung. Das EO Institut unterstützt Organisationen dabei, dieser Pflicht rechtssicher und wirksam nachzukommen.

Das Gefährdungsbarometer® – unser Instrument

Für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen hat das EO Institut mit dem Gefährdungsbarometer® ein wissenschaftlich fundiertes und pragmatisches Instrument entwickelt. Es erfüllt die Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes sowie der GDA-Leitlinie „Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“ und deckt die dort festgelegten Bereiche Arbeitsinhalt und -aufgabe, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen sowie Arbeitsumgebung ab.

Das Gefährdungsbarometer® umfasst drei Komponenten, die je nach Ausgangssituation einzeln oder kombiniert zum Einsatz kommen:

  • Fragebogen: liefert einen quantifizierbaren Überblick über die psychischen Belastungsfaktoren – ca. 30 Fragen, durchschnittlich 10 Minuten Bearbeitungszeit, online oder in Papierform, mit Referenzwerten für eine eindeutige Interpretation der Ergebnisse.
  • Analyseworkshop: hilft dabei, Ursachen zu analysieren und gemeinsam mit den Beschäftigten konkrete Maßnahmen zu entwickeln.
  • Beobachtungsinterview: ergänzt die Befragung um eine tätigkeitsbezogene, arbeitsplatznahe Perspektive.

Die GDA-Leitlinie empfiehlt die Kombination von zwei der drei Methoden. Welche Kombination für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, hängt von Größe, Standorten und Tätigkeitsbereichen ab – wir beraten Sie dazu individuell.

Unser Vorgehen

Wir sind Prozessbegleiter von Anfang an: Wir unterstützen Sie schon bei der Kommunikation des Vorhabens gegenüber Betriebsrat, Beschäftigten und Führungskräften und beraten Sie bei der Festlegung sinnvoller Analyseeinheiten, damit die Ergebnisse am Ende aussagekräftig interpretiert werden können. Im Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchlaufen wir gemeinsam 7 Schritte – von der Planung bis zur Wirksamkeitskontrolle:

  • Planung und Festlegung der Analyseeinheiten
  • Auswahl der passenden Methode(n): Fragebogen, Analyseworkshop, Beobachtungsinterview
  • Kommunikation gegenüber Betriebsrat, Führungskräften und Beschäftigten
  • Durchführung der Erhebung
  • Auswertung und verständliche Aufbereitung der Ergebnisse
  • Ableitung und Priorisierung wirksamer Maßnahmen gemeinsam mit Ihnen
  • Umsetzungsbegleitung und Wirksamkeitskontrolle

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Ziel der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen?

Ziel ist es, arbeitsbedingte Belastungen für die körperliche und psychische Gesundheit zu ermitteln und Maßnahmen zu entwickeln, die diesen Belastungen entgegenwirken. So werden Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten erhalten und Gefährdungen frühzeitig erkannt.

Ist die Befragung anonym? Was passiert mit den Daten?

Anonymität und Datenschutz haben im gesamten Prozess oberste Priorität. Wir handeln DSGVO-konform: Die Befragung läuft über eine Software auf TÜV-zertifizierten Servern in Deutschland, Daten werden verschlüsselt übertragen, es werden ausschließlich Gruppenauswertungen statt Rohdaten an den Auftraggeber weitergegeben, und es erfolgt keine Berichtlegung für Bereiche mit weniger als fünf Teilnehmenden. Das EO Institut hat einen Datenschutzbeauftragten und schließt mit Auftraggebern einen Auftragsverarbeitungsvertrag.

Für welche Branchen und Arbeitsplätze eignet sich das Gefährdungsbarometer®?

Das Gefährdungsbarometer® erfasst die nach Arbeitsschutzgesetz relevanten Belastungsmerkmale branchen- und tätigkeitsunabhängig und eignet sich damit für alle Arten von Tätigkeiten und Branchen. Bei Bedarf lassen sich zusätzliche, unternehmensspezifische Themenblöcke ergänzen.

Welche Vorteile bietet das Gefährdungsbarometer®?

Wissenschaftlich fundiert und rechtssicher nach den Standards der klassischen Testtheorie entwickelt, mit Orientierungswerten zur Einschätzung des Handlungsbedarfs. Praxistauglich und effizient mit rund 30 Fragen und ca. 10 Minuten Bearbeitungszeit, online oder in Papierform. Standardisiert und zugleich individualisierbar durch zusätzliche Themenblöcke, zum Beispiel zur Erweiterung in Richtung einer umfassenderen Mitarbeiterbefragung im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Warum EO Institut

Das Team des EO Instituts besteht aus erfahrenen Organisationspsychologinnen und Organisationspsychologen mit langjähriger Erfahrung in der Organisationsdiagnostik. Wir kennen die gesetzlichen Anforderungen ebenso wie die Praxis in öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft.

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zu einer für Ihre Organisation passenden Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Kontakt aufnehmen